Gut Buchenhof von 1334 bis heute: Domäne, VEG/Obsthof und Entwicklung zum Gestüt in Römhild-Gleichamberg.
Die Geschichte des Gut Buchenhof reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück: Von der frühen Erwähnung als „zu den Buchen“ über wechselnde Besitzverhältnisse und die Entwicklung als landwirtschaftlicher Betrieb bis hin zum heutigen Gestüt Gut Buchenhof in 98630 Römhild-Gleichamberg. Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Stationen als kompakte Zeitleiste – vom Mittelalter bis in die Gegenwart.
1334 & 1432: Erwähnung eines Dorfes im Einschnitt zwischen Großem Gleichberg und Linhartz-Berg als „zu den Buchen“.
Das Bistum Eichstätt besaß dort Liegenschaften.
1433: Erwerb dieser Liegenschaften durch die Grafen von Henneberg-Römhild.
Buchenhof wird fester Bestandteil des Amtes Römhild (obrigkeitliche Rechte lagen dort).
Im 15. Jahrhundert ging das Dorf ein; im 16. Jahrhundert blieb nur noch ein Gutshof im Besitz der Landesherrschaft.
Zum Gut gehörte eine große Schäferei mit 1.000 Tieren.
1680: Hut-/Triftrechte wurden durch Verpachtung an Bauern (u. a. in Gleichamberg, Linden, Bedheim, Zeilfeld) stark eingeengt.
Die Bewirtschaftung erfolgte bis zur Ablösung in der Mitte des 18. Jahrhunderts durch Erntefronen der umliegenden Orte.
1699: Verkauf durch Herzog Heinrich zu Römhild an den General von Bibra für 11.000 Taler.
1721: Rückerwerb durch die Landesherrschaft des Amtes Römhild.
Nutzung zunächst als Kammergut, im 19. Jahrhundert als Domäne, später überwiegend verpachtet.
Die Domäne umfasste 1880 und 1931 eine landwirtschaftliche Nutzfläche von 141 ha.
1920: Buchenhof wird Eigentum des Landes Thüringen.
Bis dahin eigene Gemarkung; 1. April 1927 Einbeziehung in die Gemarkung Gleichamberg.
1945: nicht Bodenreform; wird volkseigenes Gut (Zucht von Leistungsvieh und Vatertieren).
1960er Jahre: Bau eines Stauweihers zur künstlichen Beregnung (ca. 60.000 m³).
1951–1953: Entstehung von Lehrlingswohnheim und Berufsschule.
1973: Zusammenschluss mehrerer LPGs zur LPG Tierproduktion; Viehbestand größtenteils verkauft, Flächen mit Obstbäumen bepflanzt.
1968: Herbert Kalnbach kauft das letzte Pferd vom VEG Obsthof Buchenhof.
1986: Bau der Obstlagerhalle (heute Reithalle).
1998: Reimo Kalnbach erwirbt den Obsthof Buchenhof, stellt wieder das erste Pferd ein und beginnt mit dem Wiederaufbau.
Gut Buchenhof steht im Zeichen von Pferdezucht, -ausbildung und -pension.
Charakter geprägt durch helle Stallungen, Koppeln und Betreuung durch Familie und sachkundige Mitarbeiter.